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DER KLAUSNER

Er soll ein gebürtiger Imsterberger gewesen sein und um 1600 gelebt haben. Im Walder Tal schlägerte er angeblich eine Un- masse Holz und errichtete dortselbst, um es herauszutriften, ei- nen gewaltigen Stausee. Bei einem sommerlichen Hochwetter rissen nun die Dämme, und die ungeheuren Wassermassen wälzten sich mitsamt dem Holz, den Walderbach aus seinem Bette drängend, talauswärts. Murbrüche und Steinkolosse halfen mit, den Inn in der bekannt engen Einmündungsstelle zu stauen, so daß die tosenden Wassermassen innauf strömten und weitum alles überschwemmten. Auch die heutige Imster Au, die bis dahin ein herrliches Feldergeviert gewesen war. Über siebzig Heubille (Heustädel) wurden durch die tatsächlich erfolgte Hochwasserkatastrophe - sie wird unter anderem in der Karrer Pfarrchronik erwähnt - unter Wasser gesetzt, mithin die ganze Heuernte vernichtet.

Der Klausenmann, der das Unheil verschuldet und hiebei den Tod gefunden hatte, mußte dafür gar schwer büßen. Viele Arzler, Imster und Walder sind ihm des Nachts schon begegnet, hörten seinen schaurigen, weithin gellenden Ruf: "Auweh, auweh!" Andere sahen eine dunkle Hünengestalt mit einer brennenden Laterne in der Hand den Inn überqueren, wiewohl weitum eine Brücke fehlte.

Ein Imster Kapuziner soll ihn ins sogenannte "Bargle" (Kalvarienberg von Imst) hineinverbannt haben. Leute, die den Mönch über die Dauer der Bußzeit des unachtsamen Klausner befragten, erhielten die Antwort: "Er wird büßen müssen bis zum jüngsten Tag, und selbst dann bleibt es noch ungewiß, ob ihm überhaupt die Stunde der Erlösung schlägt."

Eine andere Überlieferung geht nicht so streng ins Gericht, sie zeigt uns diesen im allgemeinen sehr gefürchteten "Putz" von einer geradezu humorvollen Seite.

Die Arzler ließen einst ihre Schafe im Wald zwischen Arzl und Imsterberg weiden. Dabei geschah es dank der Schlamperei der Hirten, daß die Tiere auf die Wiesen der Imsterberger gerieten. Also wurden sie nach altem Herkommen von den Besitzern der Grundstücke gepfändet und in einen alten Wiesenhag gesperrt. Sie sollten erst nach bezahltem Lösegeld wieder an die Arzler ausgefolgt werden.

Diese aber schlichen sich eines Nachts zum Stalle hin, der jedoch gut versperrt war. Allein, schon öffnete sich von Innen eine Luke und ein bleichgesichtiger Mann - die Arzler erkannten allesamt an ihm den Klausner- lupfte ein Schaf nach dem anderen ins Freie. Sie bedankten sich mit einem leisen "Galt's Gott", um ja den im Stadel nebenan schnarchenden Wächter nicht zu wecken, und fuhren so mit ihrer leicht wiedergewonnen Herde stillvergnügt nach Hause. Künftighin beteten sie für den hilfsbereiten Klausenmann manch Vaterunser, so daß der Spuk immer seltener und schließlich nur mehr alle heiligen Zeiten beobachtet wurde. Ganz verschwunden aber ist er nach Ansicht der älteren Imster noch immer nicht.

(Abart der Sage: "Der böse Klausmann" aus Deutsche Sagen v. Alpenburg)


Quelle: Imster Geisterbrevier, Hermann J. Spiehs, Imst 1936, Seite 16

DIE SAGE VOM KLAUSEMANN
Um das Jahr 1640 lebte in Imsterberg ein tüchtiger Zimmermann. Da ihm aber diese Arbeit zuwenig einträglich schien, begann er mit dem Holzhandel. Er kaufte Holz in den nahen Dörfern und im Pitztal auf. Dort soll er einen großen Wald geschlägert haben; das Holz wollte er, da ihm die Bauern keine Zugtiere stellten, über eine Klause im Walderbachzum Inn hinabtriften. Tag und Nacht, sonn- und werktags war der Klausemann mit seinen Leuten bei der Arbeit. Als alles zum Schlagen der Klause bereit war, setzte ein gewaltiges Gewitter ein. Der Walderbach schwoll an, und seine Wasser brachten Geröll und losgerissene Stämme mit. Die Klause brach, und Wasser, Stämme und Geröll stürzten zum Inn, versperrten dessen Lauf und stautendas Wasser zu einem mächtigen See, der fast bis zum "Milser Gatter" reichte. Felder, Äcker und an die siebzig Städel sollen überflutet worden sein. Der Klausemann schrie in teuflischer Freude auf über den Schaden, den die Bauern erlitten hatten. Diese verwünschten ihn und sein frevelhaftes Werk. Bald starb der Klausemann eines qualvollen Todes, und man sagte lange noch, sein Geist müsse auf den Feldern der lmster Au umgehen und den schaurigen Triftruf "Hooo-hopp" schreien . . .

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